Lauf Blog - 14.02.2012
Lieber Martin,
ich wußte dass es Dir gefallen wird. Deshalb:
laufen im roggen
ich ging spazieren durch den roggen
da begann ich an zu joggen
ich schwebte fast - es konnt nicht sein
wurd schnell und schneller - ganz von allein
so lief ich oft durchs roggenfelde
einmal - ganz plötzlich - ein hase aus den ähren schnellte
er schlug hacken- eins zwei drei
da war der spuk auch schon vorbei
vor schreck blieb ich wie angewurzelt stehen
der hase weg - nicht mehr zu sehen
doch vorher - ein reflex
piep – ich war perplex
die ZEIT gestoppt – die uhr sie stand
und ohne sie – ich nicht zum laufen fand
HEUT lauf ich immer noch im roggen - ganz OHNE uhr
gehe auf - in tagträumen nur
was soll ein vergleich mit zeiten bringen
kann ohnehin nichts mehr gewinnen
Gruß, Dieter
P.S. Bin auf dem Sprung - langer Lauf......

Kommentare
ich bin tief ergriffen - diese Poesie! Endlich wieder ein Dichter in Schwaben, der Ludwig Uhland ebenbürtig ist!
Man könnte dem Gedicht noch eine Strophe anfügen:
Morgen laufe ich durch Gerste -
dann werde ich bestimmt der Erste!
Der Martin bleibt im Weizen liegen.
Im Hafer werd ich ihn besiegen!
Sie können das übernehmen. Ich beanspruche kein Urheberrecht.
Liebe Grüße von Martins Mama