Kabarett

brot_und_spiele

 

Termine: 

23.05.2012 - Karlsruhe - Tollhaus

24.05.2012 - Stuttgart - Theaterhaus Stuttgart

VVK: www.theaterhaus.de

15.06.2012 - Stuttgart - Theaterhaus Stuttgart

VVK: www.theaterhaus.de

07.07.2012 - Abtsgmünd

21.09.2012 - Tübingen - Sudhaus

22.09.2012 - Tübingen - Sudhaus

28.09.2012 - Uhingen - Uditorium

08.10.2012 - Karlsruhe - Kammertheater

10.10.2012 - Fischbach - Bahnhof

09.11.2012 - Süßen - Zehntscheuer

28.11.2012 - Konstanz - Il Boccone

 

VVK für viele Termine teilweise auch unter: www.reservix.de

 

 

 
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RW Kolumne - Dezember 2011

Lieber einen Dauerlauf mehr

 

Bei einem meiner Aufenthalte in einem Trainingslager in Kenia bekam ich überraschend einen Laufpartner. Als ich an einer der vielen kleinen Hütten vorbeilief, löste sich plötzlich ein zwölfjähriger Junge aus einer Gruppe und lief mit mir mit. Meist laufen die Kinder lachend und feixend nur wenige Meter mit, doch dieser Junge begleitet mich den ganzen Dauerlauf - 14 Kilometer. Er trug eine zerrissene, kurze Hose und ein normales, für ihn zu großes Hemd mit Kragen - und er lief barfuß. Nie zuvor und nie wieder danach habe ich einen Menschen gesehen, der so schön lief. Weder Haile Gebreselassie noch David Rudisha oder Wilson Kipketer reichten an ihn heran.

Der Junge hatte den perfekten Laufstil. Es sah so locker aus, so leicht. Kaum berührte er den Boden, da hob sein Fuß wieder ab. Es war ein kurzes Tippten, so, als berühre er kaum den Boden. Ja, er schwebte, barfuß über dem roten Lehmboden Afrikas.

Kennen Sie Marc Meiling? Er gewann die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul im Judo, Schwergewicht. Wenn Marc Meiling lief, schwebte er nicht. Er war ein Berg voller Muskeln, durchtrainiert, kein Gramm Fett. Einmal bin ich mit ihm gelaufen, am Strand, barfuß. Marc Meiling lief sehr gut. Doch seine großen Füße pflügten sich geradezu durch den nassen Sand, er wuchtete seinen massigen Körper durch den nachgebenden Untergrund. Ich tippelte hingegen mit kurzem Schritt auf dem nassen Sand, meine Füße verschwanden nirgendwo hin, ich war zu leicht, um einzusacken. Ein Riese und ein Zwerg, barfuß laufend am Strand. Tippelnd der eine, wuchtend der andere. Nach 15 Minuten drehten wir um, nach 30 Minuten war Schluss. Geblieben sind mir zwei Blasen und, wie immer wenn ich barfuß laufe, Schmerzen am Sprunggelenk. Marc Meiling ging es sehr gut.

Neulich wurde ich nach einem Lauf im Ziel angesprochen. Ein Läufer hielt mir zwei Socken vor die Nase und fragte, ob ich sie einmal ausprobieren möchte. Ich schaute irritiert auf seine Füße, dann verstand ich. Er trug diese Art Socken selbst. Die in seiner Hand waren unbenutzt und es waren keine Socken. Sie erinnerten an die Zeit, also ich noch mit Jungschargruppen unterwegs war. Meine Mutter strickte mir damals sogenannte Hüttenschuhe. Es waren bunte Ringelsocken mit Kunstleder an der Sohle. Diese waren mit großen Fäden an der Ringelsocke festgenäht. Hüttenschuhe waren damals Kult. Je ringeliger, desto kultiger. Ja, so war das damals, und heute hielt mir ein Läufer doch tatsächlich so ein Paar Hüttenschuhe unter die Nase und bat mich, damit zu laufen. Ich würde schneller damit sein, sagte er. (noch schneller?). Leicht und locker würde ich laufen, versprach er, und dass ich schweben würde, wie die Läufer auf Afrika: zurück zur Ursprünglichkeit.

Mir fiel der Junge aus Nyahururu ein. Seine Ursprünglichkeit bestand darin, dass er sich keine Schuhe leisten konnte. Seit seiner Geburt kannte er nichts anderes, als barfuß zu gehen und zu laufen. Mir fiel Marc Meiling ein und ich dachte an meine Sprunggelenke. Damals war ich Profi, hatte Zeit mich zu pflegen. Ja, ich kräftigte damals jede Muskelgruppe, doch barfuß laufen, das konnte ich trotzdem nicht, wollte ich nicht eine Verletzung riskieren. Mein Körper ist für ursprüngliches Laufen wahrscheinlich schon zu degeneriert.

Heute also Hüttenschuhe, Fünf-Finger-Schuhe, und Freerunning. Das hört sich alles toll an und ist sicherlich als Therapie – 10 Minuten auf dem Rasen traben - für die Füße wunderbar, aber zum Dauerlaufen? Wir müssten die doppelte Zeit aufwenden, um gezielte Kraftübungen zu machen, damit wir das verletzungsfrei überstehen. Wer hat diese Zeit? Ich nicht. Und wenn, dann mache ich lieber mit vernünftigen Schuhen einen Dauerlauf mehr.

 


Termine

kkcEin locker, leichter Abend über Laufen, Leben, Last und Lust:
Regie: Carola Schwelien
 

Termine 2012

Mi. 09.05.12 - Waldenburg/Künzelsau - Berufskolleg Waldenburg / 20:00 Uhr

Sa. 12.05.12 - Schluchsee - Großen Kursaal Schluchsee / 20:00 Uhr

Sa. 16.06.12 - Mettenheim - Kulturhof / 20:00 Uhr

 
Lauf der Woche

Maloche vom ersten Schritt

Dieser Lauf war harte Arbeit, Maloche vom ersten Schritt an. Und alles nur wegen dieser GPS-Uhr, die Dieter Baumann nicht liegen lassen

 

"old school" - Dauerlaufen

Dieter Baumann testet neue Laufkonzepte und kehrt zurück zur „old school“, dem Dauerlauf althergebrachter Art. 

Dieter Baumanns Lauf der Woche

Bild: Baumann

 

Bergab geht immer

Dieter hat das Bergablaufen nie wirklich gelernt. Beim Halbmarathon in Gerlingen wurde das ihm schmerzlich bewusst.

Lauf der Woche

 
Kolumnen

RW Kolumne Mai 2012

Entschleunigung - voll in Mode

 

Laufen nach Gefühl, Ziel- und zeitlos zu neuen Bestzeiten. Ich hatte es

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RW Kolumne April 2012 - Der Topf ist leer

Dieter Baumann sucht nach einer neuen Motivation, denn auch ein Olympiasieger hat keine unerschöpflichen

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RW Kolumne März 2012 - Jetzt wandert er

Jetzt wandert er

 

Laufen hält jung. Laufen verleiht eine gute Figur. Laufen macht sexy. Stimmt alles, das

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RW Kolumne Januar 2012

Wir sind nicht arm, wir Läufer

Bei einem RUNNER`S WORLD Trainingscamps an der Algarve in Portugal versammelten sich

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RW Kolumne - Dezember 2011

Lieber einen Dauerlauf mehr

 

Bei einem meiner Aufenthalte in einem Trainingslager in Kenia bekam ich überraschend

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Brot und Spiele - Presseinfo

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