Der Traum ein Lebensläufer zu sein

Um sich als Lebensläufer zu fühlen, spielt es keine Rolle, wann sie mit dem Laufen begonnen haben. Auch sind schnelle Zeiten in Bestenlisten oder noch so viel zurück gelegte Kilometer kein Maßstab dafür, ein Lebensläufer zu sein. Allerdings ist auch niemand von jetzt auf gleich ein Lebensläufer. Lebensläufer entwickeln sich.

Sie haben verschiedene Fertigkeiten durch das Laufen geübt. Beispielsweise, die richtige Selbsteinschätzung zur eigenen Leistung, oder das zielgerichtete Training auf einen Wettkampf. Diese "Immer-wieder-aufs-Neue-Parole" mag albern klingen, sie hilft aber für das übergreifende Ziel "einer regelmäßigen sportlichen Betätigung". Aber Vorsicht: Irgendwann gibt es keine Verbesserung mehr. Der eigene Körper, in jungen Jahren ein Garant für ungeahnte Kräfte, führt einem die Grenzen der Leistungsfähigkeit vor Augen.

Der Lebensläufer hat solche oder ähnliche Stadien seines Läuferlebens hinter sich gelassen. Der Lebensläufer richtet seinen Blick nicht nach hinten in die Vergangenheit. Vielmehr lebt er im jetzt und heute. Er setzt sich Ziele, die ihn in Bewegung halten, die am Ende die Wichtigkeit der Realisierung verlieren, weil ihm bewusst ist, dass nur der Weg dahin – tägliches Laufen - für ihn von Bedeutung ist.
Lebensläufer zu sein wird damit zum Entwurf einer bestimmten Haltung. Der Haltung nämlich, das Laufen als Alltag zu begreifen und die körperlich Bewegung in diesen Alltag so zu integrieren, dass wir es – wenn überhaupt – als kleine Randerscheinung des Tages wahrnehmen.
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